DIE MÜNZSAMMLUNG AM INSTITUT FÜR ALTERTUMSKUNDE DER UNIVERSITÄT ZU KÖLN

Münzbestand

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Das Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln beherbergt zu Lehr- und Forschungszwecken eine Sammlung von über 10.000 antiken Münzen.

Der ursprüngliche Kernbestand von Münzen aus dem kaiserzeitlichen Ägypten (30 v. Chr. - 298 n. Chr.) wurde durch eine außergewöhnliche Schenkung des Ehepaares Marianne und Gunther Schodlok an die Universität zu Köln im Jahre 2020 auf nunmehr über 6800 Objekte nahezu verdoppelt. Damit rangiert die Kölner Kollektion unter den größten und, aufgrund ihrer Ausgewogenheit in Randbereichen, bedeutendsten Sammlungen für dieses Themengebiet.

Diese Hauptabteilung wird inhaltlich passend flankiert von über 500 Prägungen aus der Zeit der Ptolemäer (323-30 v. Chr.) und mehr als 300 alexandrinischen Münzen aus der spätantik-byzantinischen Epoche (298 - 646 n. Chr.); die fast 400 Stücke aus dem benachbarten Syrien unter römischer Herrschaft stehen in einem gewissen verwandtschaftlichen Bezug zu den Prägungen aus Alexandria.

Weitere 1800 Objekte, vorwiegend aus den griechischen Städten und Königreichen Kleinasiens, sowie eine Überblickssammlung von über 120 Stücken der Könige Parthiens (247 v. Chr. - 224 n. Chr.) ergänzen den Bestand griechischsprachiger Münzprägungen.

Zusätzliche Abteilungen bieten repräsentative Einblicke in die Geldgeschichte der Römischen Republik (510 - 27 v. Chr.) und des Byzantinischen Reiches (330 - 1453 n. Chr.).

In den Jahren 2012-2016 wurde im Rahmen eines DFG Projektes in Kooperation mit der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) Köln die ursprüngliche Sammlung so digitalisiert, dass es auch den an der Numismatik partizipierenden Disziplinen leicht möglich ist, das Material zu sichten und auf komplexe Fragestellungen hin auszuwerten.

In den kommenden Jahren möchte die Münzsammlung am Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln ihrer Verpflichtung als Core Collection für die numismatische Erforschung des griechisch-römischen Ägypten gerecht werden und die digitale Erschließung ihrer Münzen in Zusammenarbeit mit der USB Köln tiefgreifend weiterentwickeln. Es schwebt dabei das Ziel vor, über die nach fachlichen Normen vorzunehmende Vernetzung der Forschungsdaten hinaus das Potential der Münzen als originale antike Schriftträger, als Kleinartefakte religiös-politischer Identitätsbildung sowie als physikalisch analysierbare Wertobjekte zu erschließen.


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